Coaching

Im Einklang mit Natur und Kosmos

Wieso Projekte in Nepal

Immer wieder werde ich gefragt, wie ich überhaupt auf die Idee gekommen bin, in Nepal Projekte zu unterstützen.

Nachfolgend meine Antwort:
Vor etwa 20 Jahren habe ich Nepal besucht, und bin teilweise alleine durch Berge, Täler, Städte und Dörfer gereist. Schon damals hat mich dieses Land, die majestätischen Berge des Himalaja, die Klöster, die Gebetsfahnen, die äusserst freundliche Bevölkerung und die tiefe Spiritualität der Menschen sehr berührt. Ich habe mich wie zu Hause gefühlt, angekommen in einem Land, welches mir irgendwie schon damals sehr vertraut war…

Vor gut zwei Jahren beginnt eine wichtige Transformationsphase in meinem Leben. (Für Astrologen: Pluto auf meiner Sonne, Ceres und Saturn in Steinbock im 12. Haus.)

Meine beiden erwachsenen Kinder sind nun definitiv ausgeflogen, der heiss geliebte Golden Retriever „Samba“ ruht in den ewigen Jagdgründen, das Buch „Pflanzenastrologie“, woran ich gemeinsam mit Uschi Stumpf während fünf Jahren geschrieben habe, ist bereit, nach Buchvernissage und verschiedenen Vorträgen, hinaus in die weite Welt zu fliegen und die Menschen zu berühren.

Nach zwölf Jahren regelmässiger Jahresausbildung und acht Jahren AstroNews schreiben bedeutet dies nun auch eine Phase des Innehaltens, des In – Mich Gehens: „Wer bin ich, was ist der Sinn meines zukünftigen Lebens, welche Pläne und Ideen möchte ich in den nächsten Jahren verwirklichen?“

Von meinem Vater habe ich etwas Geld geerbt, und mit diesem Geld möchte ich etwas Sinnvolles anfangen. Immer wieder denke ich an das mir sehr vertraute, geliebte Nepal, und spontan entsteht die Idee, mit dem Geld Ausbildungen in Nepal zu fördern und zu unterstützen. Für mich als ehemaliger Sekundarlehrerin bedeutet Ausbildung der erste und wichtigste Schritt zur Förderung und Entwicklung eines Landes.

Eine Idee ist geboren – und „per Zufall“ treffe ich nun verschiedene Leute, welche weiterhelfen, um diese Ideen zu manifestieren; z.B. meine Freundin Diana, welche in Nepal schon gute Kontakte hat, Lama Ngawang Kunga Bista, Leiter von verschiedenen Schulen für Kinder in Mustang, und weitere Menschen, welche mich in Nepal dorthin führen, wo Hilfe gebraucht wird.

Nun beginnt in den Jahren 2014 und 2015 und insgesamt fünf Monaten eine abenteuerliche Reise zu verschiedensten Menschen, Dörfern, Bergen, Klöstern, in abgelegene Täler, – und zu mir selber.

Überall treffe ich eine grosse Herzlichkeit, Spontaneität, Wärme, Liebe, werde zu Hochzeiten, Geburtstagen und auch zu den grossen nepalesischen Festen Dashain und Tihar eingeladen.

Projekte manifestieren sich wie die Schule in Gorkha, die Sarangi – Schule bei Pokhara, (Sarangi ist das nepalesische Nationalinstrument), eine kleine Schule bei Balthali. Als Sekundarlehrerin weiss ich, wie wichtig Ausbildung ist, und nur durch gute, dem Ort und den Menschen angepasste Bildung kann sich ein Land optimal entwickeln.
Mein Leitmotiv ist „Hilfe zur Selbsthilfe“: Ich finde es wichtig, Menschen dabei zu motivieren und zu unterstützen, einen Impuls zu setzen, neue Projekte zu beginnen und dabei in ihre Kraft zu kommen. Danach übernehmen sie selber die Verantwortung, und wir können sie auf dem Weg weiter begleiten.

Drei Wochen vor dem grossen Erdbeben am 25. April 2015 war ich in der Gorkharegion und habe dort mitgeholfen, eine Schule zu eröffnen. Geschlafen habe ich in einem Ziegenstall bei der einheimischen Bevölkerung.
Kurz vor dem Erdbeben bin ich nach Hause geflogen, und so hat mich die schreckliche Nachricht zu Hause erreicht. Mehrere nepalesische Freunde haben sofort Kontakt mit mir aufgenommen und mir geschrieben, was sie alles erlebt haben. Die meisten meiner Freunde verloren ihr Haus, (auch der Ziegenstall wurde vollkommen zerstört…) und wohnten nachher einige Zeit in Zelten, bis sie sich – auch von unserem gesammelten Geld – Blechhütten bauen konnten.

Kurz nach dem Erdbeben habe ich eine Spendensammelaktion ins Leben gerufen. Gemeinsam haben wir fast sFr. 40`000.- gesammelt, und damit geholfen, Notunterkünfte zu bauen, die Wasserversorgung zu sichern, Decken zu beschaffen, Ställe zu flicken etc. Weiter wurde mit dem gesammelten Geld die teilweise zerstörte Ekata Schule in Kathmandu wieder aufgebaut.
Herzlichen Dank nochmals allen Spendern für die spontane Unterstützung!

Bis heute bin ich in täglichem Kontakt mit meinen Freunden. Teilweise bezeichnen sie mich als „Mom“, teilweise bin ich für sie die Beraterin in allen Lebenslagen, und dies macht mir grosse Freude. Auch habe ich sehr gute Kontakte zu kompetenten nepalesischen Leuten im Erziehungs- und im Gesundheitswesen und kann dort immer wieder Rat einholen. Mit Hilfe von Verwandten, Bekannten und guten Freunden versuche ich, weiterhin möglichst optimal Projekte zu unterstützen und zu begleiten.

Nachfolgend einige Projekte, welche momentan aktuell sind:

- Das „Save the Sarangi“ – Projekt bei Pokhara: Bau einer Musikschule für Unberührbare, damit die alte Tradition des Sarangi – Spielens(nepalesisches Nationalinstrument) nicht verloren geht.
- Sprout Montessori Schule bei Muktinath in Mustang
- Ziegenprojekt in Lamjung
- Unterstützung von 10 Kindern der untersten Kaste in der Schulbildung in der Lamjung – Region
- Computerraum Ekata Schule

Mehr Details dazu später.
Im Oktober/November werde ich wieder nach Nepal reisen, um all die laufenden Projekte anzuschauen und zu entscheiden, wofür weiterhin Unterstützung gebraucht wird.

Unter anderem aus steuerlichen Gründen bin ich nun dabei, einen kleinen Verein in der Schweiz zu gründen.

Wenn der Verein steht, werde ich auf der Homepage darüber informieren.

Herzlichst
Yvonne





Yvonne Helene Koch

Rämistrasse 25
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Tel +41 79 412 40 29